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Modalitäten der teilweisen Schulöffnung ab 04.05.20

erstellt von Eva Hellweg zuletzt verändert: 30.04.2020 09:10
In einer Dienstbesprechung am St.-Willibrord-Gymnasium wurden am 29. April konkrete Maßnahmen und Regelungen für die kommende Schulwoche kommuniziert und ergänzt. Durch die Videoübertragung der Konferenz konnten alle Kolleginnen und Kollegen unter Beachtung der Abstandsregeln in der Mensa, von zu Hause aus oder aus anderen Räumlichkeiten der Schule der Konferenz folgen und Beiträge beisteuern. Im Folgenden finden Sie die Ergebnisse der vielen Vorarbeiten und Besprechungen: Eine Einführung des Schulleiters, den Hygieneplan-Corona für die Schulen in Rheinland-Pfalz sowie die schulspezifischen Regelungen am St.-Willibrord-Gymnasium:

Sehr geehrte Eltern und Erziehungsberechtigte,

liebe Schülerinnen und Schüler der 10., 11. und 12. Jahrgangsstufe,

die Wiederöffnung unserer Schule am kommenden Montag (04.05.2020) rückt nun näher. Anbei finden Sie den derzeit aktuellen „Hygieneplan-Corona für die Schulen in Rheinland-Pfalz“ mit den dort im Anhang befindlichen schulspezifischen Regelungen für das St.-Willibrord-Gymnasium Bitburg. Diese Regelungen haben vorläufigen Charakter und werden ggf. an die Erfordernisse, die sich nach dem Schulstart am 04.05.2020 ergeben werden, angepasst. Der Plan wird ausführlich mit allen Schülerinnen und Schülern in den Klassen- bzw. Stammkursleiterstunden besprochen und ebenfalls an den Schulträger und das Gesundheitsamt weitergeleitet.

Die für den Schulstart nötigen Informationen zur Aufteilung der Lerngruppen, zum Stundenplan sowie zu den Aufenthaltsbereichen der einzelnen Stufen erhalten die Schülerinnen und Schüler vorab von Ihren Klassen- und Stammkursleitungen.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung und wünschen Ihnen und Ihren Familien vor allem Gesundheit.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Krämer, StD

Komm. Schulleiter

  

Hygieneplan-Corona für die Schulen in Rheinland-Pfalz

 

INHALT

  1. Persönliche Hygiene 
  2. Raumhygiene: Klassenräume, Fachräume, Aufenthaltsräume, Verwaltungsräume, Lehrerzimmer und Flure 
  3. Hygiene im Sanitärbereich           
  4. Infektionsschutz in den Pausen    
  5. Infektionsschutz beim Sportunterricht     
  6. Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren COVID-19-Krankheitsverlauf
  7. Wegeführung
  8. Konferenzen und Versammlungen
  9. Meldepflicht
  10. Allgemeines          

Anlage: Schulspezifische Regelungen am St.-Willibrord-Gymnasium

 

VORBEMERKUNG

Alle Schulen verfügen nach § 36 i.V.m. § 33 Infektionsschutzgesetz (IfSG) über einen schulischen Hygieneplan, in dem die wichtigsten Eckpunkte nach dem Infektionsschutzgesetz geregelt sind, um durch ein hygienisches Umfeld zur Gesundheit der Schülerinnen und Schüler und alle an Schule Beteiligten beizutragen. 

Der vorliegende Hygieneplan-Corona dient als Ergänzung zum Musterhygieneplan, der allen Schulen des Landes zur Verfügung gestellt wurde. Schulleitungen sowie Pädagoginnen und Pädagogen gehen dabei mit gutem Beispiel voran und sorgen zugleich dafür, dass die Schülerinnen und Schüler die Hygienehinweise ernst nehmen und umsetzen.

Alle Beschäftigten der Schulen, die Schulträger, alle Schülerinnen und Schüler sowie alle weiteren regelmäßig an den Schulen arbeitenden Personen sind darüber hinaus gehalten, sorgfältig die Hygienehinweise der Gesundheitsbehörden bzw. des Robert Koch-Instituts zu beachten. 

Über die Hygienemaßnahmen sind das Personal, die Schüler und die Erziehungsberechtigten auf jeweils geeignete Weise zu unterrichten. 

1. PERSÖNLICHE HYGIENE: 

Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies erfolgt vor allem direkt über die Schleimhäute der Atemwege. Darüber hinaus ist auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie die Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, eine Übertragung möglich.

Wichtigste Maßnahmen zur persönlichen Hygiene

  • Bei Krankheitszeichen (z.B. Fieber, trockener Husten, Atemprobleme, Verlust Geschmacks-/Geruchssinn, Halsschmerzen, Gliederschmerzen) auf jeden Fall zu Hause bleiben.
  • Mindestens 1,50 m Abstand halten 
  • Mit den Händen nicht das Gesicht, insbesondere die Schleimhäute berühren, d.h. nicht an Mund, Augen und Nase fassen.
  • Keine Berührungen, Umarmungen und kein Händeschütteln.
  • Gründliche Händehygiene (z. B. nach dem Naseputzen, Husten oder Niesen; nach der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln; vor und nach dem Essen; nach dem Toiletten-Gang oder nach Betreten des Klassenraums) durch

a)     Händewaschen mit Seife für 20 – 30 Sekunden. Die Wassertemperatur hat keinen Einfluss auf die Reduktion der Mikroorganismen. Viel wichtiger sind die Dauer des Händewaschens und das Maß der Reibung beim Einseifen der Hände (siehe auch https://www.infektionsschutz.de/haendewaschen/)

oder

b)    Händedesinfektion: Das sachgerechte Desinfizieren der Hände ist dann sinnvoll, wenn ein gründliches Händewaschen nicht möglich ist. Dazu muss Desinfektionsmittel in ausreichender Menge in die trockene Hand gegeben und bis zur vollständigen Abtrocknung ca. 30 Sekunden in die Hände einmassiert werden. Dabei ist auf die vollständige Benetzung der Hände zu achten (siehe auch www.aktion-sauberehaende.de).

  • Öffentlich zugängliche Gegenstände wie Türklinken oder Fahrstuhlknöpfe möglichst nicht mit der vollen Hand bzw. den Fingern anfassen, ggf. Ellenbogen benutzen.
  • Husten- und Niesetikette: Husten und Niesen in die Armbeuge gehören zu den wichtigsten Präventionsmaßnahmen! Beim Husten oder Niesen größtmöglichen Abstand zu anderen Personen halten, am besten wegdrehen.
  • Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder eine textile Barriere (Mund-NasenBedeckung MNB, community mask oder Behelfsmaske) tragen. Damit können Tröpfchen, die man z.B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, abgefangen werden. Das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken, kann so verringert werden (Fremdschutz). Diese Masken sollten zumindest in den Pausen und bei der Schülerbeförderung getragen werden. Dies darf aber nicht dazu führen, dass der Abstand unnötigerweise verringert wird. Im Unterricht ist das Tragen von Masken bei gewährleistetem Sicherheitsabstand nicht erforderlich. Trotz MNS oder MNB sind die gängigen Hygienevorschriften, insbesondere die aktuellen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, zwingend weiterhin einzuhalten.

Hinweise zum Umgang mit den Behelfsmasken:

Folgende Hinweise des Bundesamtes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sind zu beachten:

  • Auch mit Maske sollte der von der WHO empfohlene Sicherheitsabstand von mindestens 1.50 m zu anderen Menschen eingehalten werden.
  • Die Hände sollten vor Anlegen der Maske gründlich mit Seife gewaschen werden.
  • Beim Anziehen einer Maske ist darauf zu achten, dass die Innenseite nicht kontaminiert wird. Die Maske muss richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren.
  • Bei der ersten Verwendung sollte getestet werden, ob die Maske genügend Luft durchlässt, um das normale Atmen möglichst wenig zu behindern.
  • Eine durchfeuchtete Maske sollte umgehend abgenommen und ggf. ausgetauscht werden.
  • Die Außenseite, aber auch die Innenseite der gebrauchten Maske ist potentiell erregerhaltig. Um eine Kontaminierung der Hände zu verhindern, sollten diese möglichst nicht berührt werden.
  • Nach Absetzen der Maske sollten die Hände unter Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln gründlich gewaschen werden.
  • Eine mehrfache Verwendung an einem Tag (Fahrt im Schulbus, Pause, Fahrt im Schulbus) ist unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Eine zwischenzeitliche Lagerung erfolgt dabei trocken an der Luft (nicht in geschlossenen Behältern!), sodass Kontaminationen der Innenseite der Maske/des MNS aber auch Verschleppungen auf andere Oberflächen vermieden werden. 
  • Die Maske sollte nach abschließendem Gebrauch in einem Beutel o.ä. luftdicht verschlossen aufbewahrt oder sofort gewaschen werden. Die Aufbewahrung sollte nur über möglichst kurze Zeit erfolgen, um vor allem Schimmelbildung zu vermeiden.
  • Masken sollten täglich bei mindestens 60 Grad gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden. Sofern vorhanden, sollten unbedingt alle Herstellerhinweise beachtet werden.

2. RAUMHYGIENE: KLASSENRÄUME, FACHRÄUME, AUFENTHALTS-RÄUME, VERWALTUNGSRÄUME, LEHRERZIMMER UND FLURE

Zur Vermeidung der Übertragung durch Tröpfcheninfektion muss auch im Schulbetrieb ein Abstand von mindestens 1,50 Metern eingehalten werden. Das bedeutet, dass die Tische in den Klassenräumen entsprechend weit auseinandergestellt werden müssen und damit deutlich weniger Schülerinnen und Schüler pro Klassenraum zugelassen sind als im Normalbetrieb. Abhängig von der Größe des Klassenraums sind das in der Regel maximal 15 Schülerinnen und Schüler.  

Partner- und Gruppenarbeit sind nicht möglich. Hauswirtschaftsunterricht kann in den dafür vorgesehenen Fachräumen stattfinden, solange es sich nicht um Nahrungszubereitung handelt.

Besonders wichtig ist das regelmäßige und richtige Lüften, da dadurch die Innenraumluft ausgetauscht wird. Mehrmals täglich, mindestens in jeder Pause, ist eine Stoßlüftung bzw. Querlüftung durch vollständig geöffnete Fenster über mehrere Minuten vorzunehmen. Eine Kipplüftung ist weitgehend wirkungslos, da durch sie kaum Luft ausgetauscht wird. Aus Sicherheitsgründen verschlossene Fenster müssen daher für die Lüftung unter Aufsicht einer Lehrkraft geöffnet werden. Können aufgrund baulicher Maßnahmen Fenster in einem Raum dauerhaft nicht geöffnet werden, ist er für den Unterricht nicht geeignet, es sei denn, es ist eine effektive raumlufttechnische Anlage (Lüftungsanlage) vorhanden.

Reinigung

Die DIN 77400 (Reinigungsdienstleitungen Schulgebäude – Anforderungen an die  Reinigung) ist zu beachten. Sie definiert Grundsätze für eine vertragsgemäße, umweltbewusste und hygienische Schulreinigung unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen hinsichtlich Technik und Methoden der Gebäudereinigung und rechtlicher Anforderungen durch das Infektionsschutzgesetz. 

Ergänzend dazu gilt: 

Generell nimmt die Infektiosität von Coronaviren auf unbelebten Oberflächen in Abhängigkeit von Material und Umweltbedingungen wie Temperatur und Feuchtigkeit rasch ab. Nachweise über eine Übertragung durch Oberflächen im öffentlichen Bereich liegen bisher nicht vor.

In der Schule steht die Reinigung von Oberflächen im Vordergrund. Dies gilt auch für Oberflächen, welchen antimikrobielle Eigenschaften zugeschrieben werden, da auch hier Sekrete und Verschmutzungen mechanisch entfernt werden sollen.

Im Gegensatz zur Reinigung wird eine routinemäßige Flächendesinfektion in Schulen auch in der jetzigen COVID-Pandemie durch das RKI nicht empfohlen. Hier ist die angemessene Reinigung völlig ausreichend. 

Wird eine Desinfektion im Einzelfall als notwendig erachtet, so sollte diese generell als Wischdesinfektion mit einer kalten Lösung durchgeführt werden. Eine Sprühdesinfektion, d.h. die Benetzung der Oberfläche ohne mechanische Einwirkung, ist weniger effektiv und auch aus Arbeitsschutzgründen bedenklich, da Desinfektionsmittel eingeatmet werden können (ebenso bei warmer, evtl. dampfender Desinfektionslösung). Auch Raumbegasungen zur Desinfektion sind hier grundsätzlich nicht angezeigt. Die Einwirkzeit bzw. Benetzungszeit ist zu beachten. Je nach Desinfektionsmittel (wenn getrocknete Reste reizend wirken) ist eine anschließende Grundreinigung erforderlich. 

Folgende Areale sollten besonders gründlich und in stark frequentierten Bereichen täglich gereinigt werden:

  • Türklinken und Griffe (z.B. an Schubladen- und Fenstergriffe) sowie der Umgriff der Türen,
  • Treppen- & Handläufe,
  • Lichtschalter,
  • Tische, Stühle, Telefone, Kopierer
  • und alle weiteren Griffbereiche, wie z.B. Computermäuse und Tastaturen.

 

3. HYGIENE IM SANITÄRBEREICH 

In allen Toilettenräumen müssen ausreichend Flüssigseifenspender und Einmalhandtücher bereitgestellt und regelmäßig aufgefüllt werden. Die entsprechenden Auffangbehälter für Einmalhandtücher und Toilettenpapier sind vorzuhalten.

Damit sich nicht zu viele Schülerinnen und Schüler zeitgleich in den Sanitärräumen aufhalten, muss zumindest in den Pausen durch eine Lehrkraft eine Eingangskontrolle durchgeführt werden. Am Eingang der Toiletten muss durch gut sichtbaren Aushang darauf hingewiesen werden, dass sich in den Toilettenräumen stets nur einzelne Schülerinnen und Schüler (Zahl in Abhängigkeit von der Größe des Sanitärbereichs) aufhalten dürfen.

Toilettensitze, Armaturen, Waschbecken und Fußböden sind täglich zu reinigen. Bei Verschmutzungen mit Fäkalien, Blut oder Erbrochenem ist nach Entfernung der Kontamination mit einem Desinfektionsmittel getränkten Einmaltuch eine prophylaktische Scheuer-Wisch-Desinfektion erforderlich. Dabei sind Arbeitsgummihandschuhe zu tragen. Wickelauflagen sind unmittelbar nach Nutzung zu desinfizieren.

4. INFEKTIONSSCHUTZ IN DEN PAUSEN

Auch in den Pausen muss gewährleistet sein, dass Abstand gehalten wird. Versetzte Pausenzeiten können vermeiden, dass zu viele Schülerinnen und Schüler zeitgleich die Sanitärräume aufsuchen. Aufsichtspflichten müssen im Hinblick auf veränderte Pausensituationen angepasst werden (geöffnete Fenster, körperliche Auseinandersetzungen zwischen Schülerinnen und Schülern, Raucherecken, „tote“ Ecken im Schulgelände).  Abstand halten gilt auch im Lehrerzimmer und in der Teeküche.  Ein Pausen-/Kioskverkauf kann nicht angeboten werden.

5. INFEKTIONSSCHUTZ BEIM SPORTUNTERRICHT

Sportunterricht kann aus Gründen des Infektionsschutzes derzeit nicht stattfinden. Ausgenommen davon ist die Abiturprüfung im Fach Sport. 

6. PERSONEN MIT EINEM HÖHEREN RISIKO FÜR EINEN SCHWEREN COVID- 19-KRANKHEITSVERLAUF

Lehrkräfte ab 60 Jahren können auf freiwilliger Basis im Präsenzunterricht in der Schule eingesetzt werden. 

Bei bestimmten Personengruppen ist das Risiko für einen schweren COVID-19Krankheitsverlauf höher (siehe Hinweise des Robert Koch-Instituts https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogruppen.html). Dazu zählen insbesondere Menschen mit vorbestehenden Grunderkrankungen wie

  • Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems (z. B. koronare Herzerkrankung und Bluthochdruck)
  • chronische Erkrankungen der Lunge (z. B. COPD)
  • chronischen Lebererkrankungen
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Krebserkrankungen
  • ein geschwächtes Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr beeinflussen und herabsetzen können, wie z.B. Cortison)

Lehrkräfte unter 60 Jahren, die an einer der genannten risikoerhöhenden Erkrankungen leiden und sich daher außer Stande sehen, im Präsenzunterricht eingesetzt zu werden, benötigen hierfür ein Attest eines niedergelassenen Arztes; dieses Attest ist der Schulleitung vorzulegen. Das Gleiche gilt, wenn nicht die Lehrkraft selbst, sondern ein im gleichen Haushalt lebendes Familienmitglied an einer solchen Erkrankung leidet. 

Schwangerschaft ist ausweislich der genannten Aufstellung nicht mit einem erhöhten Risiko verbunden [zum Mutterschutz siehe auch Hinweise zur Beschäftigung schwangerer Frauen im Hinblick auf eine Ansteckung mit Coronavirus (SARS-CoV-2) der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, März 2020].

Wenn sich aber gleichwohl schwangere Lehrerinnen aus Sorge um die eigene oder die Gesundheit des ungeborenen Kindes außer Stande sehen, im Präsenzunterricht eingesetzt zu werden, dann sollen Schulleitungen hierauf nicht bestehen.  

Eine Schwerbehinderung allein ohne Vorliegen einer risikoerhöhenden Erkrankung bietet keinen Grund dafür, dass diese Personen nicht als Lehrkräfte im Präsenzunterricht eingesetzt werden können.

Schülerinnen und Schülern, die unter einer oder mehreren Vorerkrankungen leiden, wird empfohlen zuhause zu bleiben. Gleiches gilt, wenn im Haushalt Personen (Eltern, Geschwisterkinder) mit einem höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf leben. 

7. WEGEFÜHRUNG

Es ist darauf zu achten, dass nicht alle Schülerinnen und Schüler gleichzeitig über die Gänge zu den Klassenzimmern und in die Schulhöfe gelangen. Die Schulen sind aufgefordert, ein jeweils den spezifischen räumlichen Gegebenheiten angepasstes Konzept zur Wegeführung zu entwickeln. Für räumliche Trennungen kann dies z.B. durch Abstandsmarkierungen auf dem Boden oder den Wänden erfolgen.

Sofern sich im unmittelbaren Umkreis der Schule Warteplätze für den Schülerverkehr oder den öffentlichen Personennahverkehr befinden, muss nach Schulschluss durch geeignete Aufsichtsmaßnahmen dafür gesorgt werden, dass Abstands- und Hygieneregeln auch dort eingehalten werden.

8. KONFERENZEN UND VERSAMMLUNGEN

Konferenzen müssen auf das notwendige Maß begrenzt werden. Dabei ist auf die Einhaltung des Mindestabstandes zu achten. Video- oder Telefonkonferenzen sind zu bevorzugen. 

Klassen- und Kurselternversammlungen dürfen nur abgehalten werden, wenn sie unabdingbar sind. Dabei gelten die gleichen Vorgaben wie bei den Konferenzen.

9. MELDEPFLICHT

Aufgrund der Coronavirus-Meldepflichtverordnung i. V. m. § 8 und § 36 des Infektionsschutz-gesetzes ist sowohl der Verdacht einer Erkrankung als auch das Auftreten von COVID-19 Fällen in Schulen dem Gesundheitsamt zu melden. 

10. ALLGEMEINES

Der vorliegende „Hygieneplan-Corona für die Schulen in Rheinland-Pfalz“ wird zeitgleich den Gesundheitsämtern zur Kenntnis gegeben. Eine zusätzliche Information des regional zuständigen Gesundheitsamtes durch die einzelne Schule ist nicht erforderlich.

ANLAGE:

SCHULSPEZIFISCHE REGELUNGEN AM ST.-WILLIBRORD-GYMNASIUM

1. Aufteilung der Lerngruppen

Ab dem 04.05.2020 werden die Jahrgangsstufen 10, 11 und 12 ihren Unterrichtsbetrieb wieder aufnehmen. Um die Zahl der Schülerinnen und Schüler auf dem Schulgelände im Sinne der Minimierung des Infektionsrisikos in verantwortbarem Rahmen zu halten, werden die Lern-gruppen der genannten Jahrgangsstufen prinzipiell geteilt, so dass grundsätzlich nur jeweils die halbe Klasse bzw. der halbe Oberstufenjahrgang anwesend ist. Planerische Ausgangspunkte sind dabei grundsätzlich der reguläre Stundenplan, ferner der auch schon bisher praktizierte Wechsel von A- und B-Wochen sowie die alphabetische Schülerliste einer Klasse bzw. einer Jahrgangsstufe der Oberstufe. Da die mit dem 4. Mai beginnende Woche eine A-Woche ist (und die folgende eine B-Woche, die darauffolgende wieder eine A-Woche etc.) gilt für die Jahrgangsstufe 10:

Es wechseln sich für die Schülerinnen und Schüler jeweils eine Woche Unterricht in der Schule und eine Woche zu Hause mit Arbeitsaufträgen auf digitalem Wege in der bisher praktizierten Form ab. In den A-Wochen kommt die erste Hälfte des Alphabets der Schülerliste zum Präsenzunterricht in die Schule, in der B-Woche die zweite, in der A-Woche wieder die erste usw.

Für die Oberstufe gilt: Auch hier wechseln sich für die Schülerinnen und Schüler jeweils eine Woche Unterricht in der Schule und eine Woche zu Hause mit Arbeitsaufträgen auf digitalem Wege in der bisher praktizierten Form ab. In der 11. und 12. Jahrgangsstufe kommt pro Woche immer nur entweder die erste oder die zweite Hälfte des Alphabets der Gesamtschülerliste des Jahrgangs in die Schule, die andere arbeitet zu Hause. Welcher Schüler welcher Alphabethälfte zugeordnet wurde, erfahren die Schülerinnen und Schüler bereits vor dem 4. Mai von ihren Stammkursleiterinnen und -leitern. Bei der Aufteilung der Oberstufenkurse sind z.T. stark asymmetrisch besetzte Kurse in manchen Fällen leider unvermeidlich, da der reguläre Stundenplan prinzipiell beibehalten werden muss.

Für den Nachmittagsunterricht gilt, dass die bisherige Aufteilung nach Doppelstunden in A- und B-Wochen entfällt. Der Unterricht findet ansonsten jedoch exakt nach Plan – entweder mit jede Woche stattfindenden Doppelstunden oder ggf. auch mit Einzelstunden – statt. Die Kurse bleiben aber in jedem Falle geteilt. Auf diese Weise wird erreicht, dass die Kurshälften in der Regel wenigstens alle 14 Tage in der Schule Unterricht haben können.

Kurse, deren Lehrkraft zu jenen Personen gehört, die durch das Corona-Virus besonders gefährdet sind und zu Hause bleiben, erhalten wie bisher Arbeitsaufträge auf elektronischem Wege. Die Schule versucht gerade im Hinblick auf noch zu schreibende Kursarbeiten, den Präsenzunterricht dieser fehlenden Lehrerinnen und Lehrer im Rahmen ihrer personellen Möglichkeiten durch eine Vertretungslehrkraft, die sich mit der regulären Fachlehrkraft entsprechend abspricht, stattfinden zu lassen. Auch für diese Kurse finden in jedem Falle die Stammkursleiterstunden zur Belehrung über den Hygieneplan statt.

2.  Informierung des Kollegiums

Das Kollegium wurde in einer Dienstbesprechung am Mittwoch, dem 29.04.2020 von der Schulleitung über den Hygieneplan sowie die weiteren sich aus der Corona-Lage ergebenden Regelungen und Maßnahmen informiert. Besonderen Raum nehmen dabei die Aufsichtspflichten ein, wobei grundsätzlich gilt, dass jede Lehrkraft, auch wenn sie nicht in einem bestimmten Zeitfenster oder räumlichen Bereich als Aufsicht eingeteilt ist, auf dem Schulgelände trotzdem eine allgemeine Aufsichtspflicht hat und bei Regelverstößen einschreiten muss.

Das Kollegium erhält den Hygieneplan vorab digital und in Papierform. Ferner bekommen die Klassenleitungen eine Schülerliste, aus der die Aufteilung der Klasse in zwei Hälften ersichtlich ist. Auch jede Kurslehrerin und jeder Kurslehrer der Oberstufe erhält für jeden Kurs jeweils zwei Kurslisten, aus denen die Aufteilung des Kurses hervorgeht.

3.  Informierung der Schülerschaft

Die Schülerinnen und Schüler werden in eigens dafür angesetzten Klassen- bzw. Stammkursleiterstunden über den Hygieneplan sowie die weiteren sich aus der Corona-Lage ergebenden Regelungen und Maßnahmen informiert. Der Hygieneplan sowie eventuelle sonstige Materialien werden mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam gelesen und erörtert. Den Schülerinnen und Schülern ist mit besonderem Nachdruck die Notwendigkeit zu verdeutlichen, den vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,50 m zu anderen Personen nicht nur im Unterricht durch Beibehalten der korrekten Tisch- und Stuhlanordnung, sondern auch auf den Pausenhöfen, den sonstigen Aufenthaltsbereichen in der Schule, aber auch beim Verlassen des Schulgeländes in der Bitburger Innenstadt und an den Bushaltestellen etc. zu verdeutlichen. Fahrgemeinschaften in PKWs mit normalen Dimensionen sind vor diesem Hintergrund nicht zulässig. Auf die potentiell strafrechtliche Relevanz auch des Schülerhandelns ist hinzuweisen.

Die Klassen- und Stammkursleiterstunden liegen für die Lerngruppen mit Unterricht in der A-Woche am Montag, dem 04.05.2020 in der 1. und 2. Stunde, für die Gruppen in der B-Woche eine Woche später am Montag, dem 11.05.2020 in der 1. und 2. Stunde.

Damit ist sichergestellt, dass die Schülerinnen und Schüler jeweils gleich bei der Wiederaufnahme ihres Präsenzunterrichtes informiert werden. Wann für welchen Schüler der Unterricht in der Schule mit der Klassenleiter- bzw. Stammkursleiterstunde beginnt, erfahren die Schüler vor dem 4. Mai von ihren Klassen- bzw. Stammkursleitern. Nicht anwesende Schülerinnen und Schüler müssen von der Klassen- bzw. Stammkursleitung umgehend nachbelehrt werden. Die Belehrung durch die Klassen- und Stammkursleitung ist von den Schülerinnen und Schülern durch Unterschrift zu quittieren.

Nach Ablauf der ersten Unterrichtswoche wird voraussichtlich am Montag, dem 11.05.2020 um 14.00 Uhr ein Gespräch zwischen der Schülervertretung und der Schulleitung stattfinden, um der Schülerschaft ausführlich Gelegenheit zu geben, evaluierende Rückfragen und Anregungen zum Hygieneplan zu äußern und in den Prozess einbringen zu können.

4.  Informierung der Elternschaft

Dem Schulelternsprecher wird der Hygieneplan auf elektronischem Wege übermittelt mit der Bitte um Weiterleitung innerhalb des Schulelternbeirates und dem Verweis darauf, dass die Schulleitung für Gespräche mit der Elternschaft jederzeit gerne zur Verfügung steht. Alle Eltern haben im übrigen die Möglichkeit, sich den Plan von der Schulhomepage herunterzuladen und auszudrucken.

5.  Pausen

Zusätzlich zu den oben unter Punkt 4 genannten Vorgaben gilt für die Pausen, dass die Schülerinnen und Schüler permanent auch in den Klassenräumen zu beaufsichtigen sind. Dies ist vor allem auch wegen des notwendigen Lüftens der Räumlichkeiten (s. Punkt 2) mit vollständig geöffneten Fenstern nötig. Von den zur Gänze geöffneten Fenstern geht – abgesehen von der Gefahr des Herausstürzens – auch wegen der sehr spitzen Ecken der Fenster eine nicht unbeträchtliche Verletzungsgefahr aus.

Versetzte Pausenzeiten sind aufgrund der Stundenpläne nicht möglich, wohl aber die Zuteilung verschiedener Pausenareale für die anwesenden Jahrgangsstufen, denen folgende Bereiche zugewiesen werden:

10. Jahrgangsstufe:

unterer Schulhof (bei Regen: unter dem Vordach der Turnhalle)

11. Jahrgangsstufe:

oberer Schulhof (bei Regen: Mensa)

12. Jahrgangsstufe:

vorderer Schulhof (bei Regen: Foyer)

6. Toilettenaufsichten

Die oben unter Punkt 3 angeführten Bestimmungen werden dahingehend konkretisiert, dass sich auf den Mädchentoiletten maximal 8 Schülerinnen, auf der Jungentoilette maximal 12 Schüler aufhalten dürfen. Die Schüler sind von den Klassen- und Stammkursleitungen darauf hinzuweisen, dass auch in den Toilettenräumen der Mindestabstand einzuhalten ist. Dies gilt vor allem auch bei der Benutzung der Pissoire und Waschbecken, von denen dann jeweils nur jedes zweite benutzt werden darf.

Von den Aufsichten, die als Eingangskontrolle vor den Toiletten fungieren, muss darauf geachtet werden, dass die maximal erlaubte Schülerzahl auf den Toiletten (siehe oben) nicht überschritten und auch bei den vor der Toilette auf Einlass Wartenden der Mindestabstand eingehalten wird. Die Aufsicht inspiziert die Toiletten durch einen kurzen Rundgang zu Beginn und am Ende ihrer Aufsichtszeit. Verschmutzungen mit Fäkalien, Blut oder Erbrochenem etc. sind umgehend im Sekretariat oder direkt dem Hausmeister zu melden.

7.  Konzept zur Wegeführung

Im Hauptgebäude der Schule wird grundsätzlich ein Einbahnstraßensystem eingerichtet, das in dem in der Anlage befindlichen Raum- und Wegeplan visualisiert ist.  Die Schule wird von der Denkmalstraßenseite betreten durch den rechten Haupteingang (der linke ist nur Ausgang). Vom Eingang aus bewegt man sich innerhalb des Erdgeschosses in gerader Laufrichtung durch das Foyer, kann dann in gerader Linie durch die rechte Schulhoftür auf den hinteren Schulhof gelangen (die linke Schulhoftür fungiert nur als Eingang vom Hof her) oder sich vor dieser Türe nach links wenden und dem Korridor an den Räumen B0.15 bzw. B0.16 vorbei folgen. Möchte man die Räumlichkeiten B0.18 bis B0.25 im Erdgeschoss erreichen, muss man sich vor dem Raum B0.18 nach links wenden und sich dann in gerader Laufrichtung den Korridor entlang bewegen. Das Erdgeschoss wird zur Denkmalstraße hin verlassen durch den linken Haupteingang.

Das 1. Obergeschoss erreicht man vom Erdgeschoss aus über den rechten Treppenaufgang im Foyer vor B0.K1 oder über den rechten Treppenaufgang auf der Hofseite vor B0.16 bzw. B0.18. Die anderen Treppen fungieren als Abgänge. Auf den Treppenabsätzen wendet man sich jeweils nach rechts und betritt das 1. Obergeschoss. Auch hier gilt dann wieder die linksdrehende Einbahnstraßenregelung. Das 1. Obergeschoss verlässt man in Richtung Erdgeschoss über das Treppenhaus nach B1.K2 bzw. B1.06 oder über die Treppe nach B1.17 bzw. B1.K4. Auf den Treppenabsätzen wendet man sich jeweils nach links.

Das 2. Obergeschoss betritt man vom 1. Obergeschoss aus über das Treppenhaus vor B1.K1 bzw. B1.03 oder von der Hofseite her über die Treppe vor B1.14 bzw. B1.K3. Auf dem Treppenabsatz hat man sich nach rechts zu wenden. Nach dem Betreten des 2. Obergeschosses gilt wieder die linksdrehende Einbahnstraßenregelung. Das 2. Obergeschoss verlässt man in Richtung 1. Obergeschoss über das Treppenhaus nach B2.K2 bzw. B2.06 oder über die Treppe nach B2.18 bzw. B2.K4. Auf den Treppenabsätzen wendet man sich jeweils nach links. Die Treppenabsätze in den Treppenhäusern sind jeweils durch Absperrbänder geteilt, um die Wegeführung zu verdeutlichen.

Um die Einhaltung der Einbahnstraßenregelung zu erleichtern, wurde grundsätzlich vor jede Tür ein gestreifter Pfeil auf dem Boden angebracht, der die einzuschlagende Gehrichtung anzeigt, wenn man den jeweiligen Raum verlässt.

Additum:

Plan zum Konzept zur Wegeführung am St.-Willibrord-Gymnasium

 

Bitburg, den 29.04.2020

gez. Ingo Krämer, StD

Komm. Schulleiter

Staatl. St.-Willibrord-Gymnasium

Denkmalstraße 8, 54634 Bitburg

Tel. 06561-6024-0

Fax 06561-6024-25

gymnasium@st-willi.de


 

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